USB-C Hub & USB 3.1 Hub

Erfahren Sie hier alles Wissenswerte über USB-C Hubs und USB 3.1 Hubs. Was unterscheidet diese? Wird überhaupt unterschieden? USB Typ-C ist ein 2015 neu eingeführtes Steckerformat. Der seit langer Zeit gängige Stecker Typ-A soll von Typ-C abgelöst werden. Diese Stecker sind kleiner und von beiden Seiten verwendbar – was der wohl größte auf der Hand liegende Vorteil ist. Nie mehr darauf achten, wie herum der Stecker in den Port gesteckt werden muss – einfach rein damit!

Vorteile von USB 3.1 zusammengefasst

 

  • doppelt so schnell wie USB 3.0
  • 20x schneller als USB 2.0
  • abwärtskompatibel zu USB 3.0 & USB 2.0 Geräten
  • mehr Stromübertragung (900 mA) – Notebooks laden möglich

Was tun, wenn der Mac oder der neue Laptop den USB-Stecker Typ C besitzt, aber alle Endgeräte noch USB 2.0 oder 3.0? Oder wenn schlichtweg einfach zu wenige Steckerplätze vorhanden sind? Die Lösung heißt USB-C Hub. USB-Hubs sind eine gute Alternative, um den USB-3.1 Port am Mac mit älteren USB Typen zu nutzen. Hierbei gilt: Je kürzer das Hub-Kabel und je weniger Steckverbindungen vorhanden, desto besser die Leistung. Experten raten daher zum hintereinander stecken mehrerer Hubs anstatt der Verwendung eines Hubs mit vielen Steckplätzen. Ein USB Typ C 3.1 Hub ermöglicht den Anschluss gleich mehrerer Geräte mit USB 3.0-Anschluss oder älter am USB Typ-C Anschluss eines Macs und Computers oder Notebooks. An solch einem Hub lassen sich ältere Geräte betreiben, allerdings nur mit der für sie vorgesehen und geringeren Geschwindigkeit.

Passt ein USB-C-Stecker in meinen alten Rechner?
Nein – ein USB-A oder USB-B (Micro-USB) Eingang ist nicht kompatibel, da das Format ein ganz anderes ist.


Passt ein alter USB-A-Stecker in ein neues USB-C-Gerät?
Nein – die USB-C Eingänge sind deutlich kleiner.


Passen Micro-USB und USB-C zusammen?
Nein – die Steckerformate unterscheiden sich.

Ein altes USB 2.0 Gerät kann somit nicht beschleunigt werden, indem man es an einem modernen 3.1 Hub betreibt. Denn die Bremse ist die Schnittstelle, die nicht über die notwendigen Kontakte verfügt, um hier SuperSpeed+ zu erreichen. Wie bereits beim Übergang von USB 2.0 zu USB 3.0 ist auch USB 3.0 zu USB 3.1 abwärtskompatibel. Bis sich der an den MacBooks verwendete USB-C-Standard etabliert hat und Nutzer gänzlich ohne Adapter auskommen, wird sicher noch eine gewisse Zeit vergehen. Da ist es nur allzu verständlich, dass das in der Vergangenheit angeschaffte Zubehör trotzdem verwendet werden soll.

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Von USB 1.0 bis USB 3.1 – die ständige Entwicklung

Der Universal Serial Bus (USB) hat sich als Schnittstellen-Standard etabliert und seine Ursprünge liegen weit in der Vergangenheit der Computertechnik zurück. Im Jahr 1996 ermöglichte es die Urversion 1.0 etliche Geräte, wie beispielsweise Drucker, Festplatten oder Scanner, über eine einheitliche Schnittstelle anzuschließen, ohne dass hierfür eine damals teure SCSI-Steckkarte eingebaut oder entsprechende Endgeräte gekauft werden mussten. Die Urversion ermöglichte eine Übertragungsrate von bis zu 1,5 bzw. 12 MB/Sekunde. Die Version 2.0 mit dem Namen Hi-Speed brachte im Jahr 2000 eine Datentransportfähigkeit von 60 MB/Sekunde. Der USB-Standard 3.0 hielt acht Jahre später unter der Bezeichnung SuperSpeed eine Steigerung der Übertragungsgeschwindigkeit auf 500 MB/Sekunde bereit. Zu Beginn des Jahres 2013 gab die USB Promoters Group für den USB-Standard 3.1 SuperSpeed+ eine Verdopplung der Brutto-Durchsatzrate auf 1.212 MB/Sekunde bekannt.

Funktioniert ein neues USB-Gerät mit einem alten?

Das Gute vorweg: USB-2.0-Geräte lassen sich auch alle an USB-3.0-Buchsen betreiben. Das bedeutet, dass zum Beispiel ein Speicherstick mit einem USB-2.0-Port auch an einer USB-3.0-Schnittstelle betrieben werden kann – Probleme gibt es allerdings beim Micro-USB-Stecker 3.0, da er etwas breiter ist und im Führungsblech eine Kerbe besitzt. Wie bei USB 2.0 richtet sich USB 3.0 bei der Geschwindigkeit nach dem jeweils schwächsten Gerät. Allerdings nehmen USB-2.0-Buchsen keine USB-3.0-Stecker auf – das liegt an den Kontakten.

Zusammengefasst bedeutet das:

  • USB-3.0 Kabel sind im Bezug auf Endgeräte nicht abwärtskompatibel
  • USB-3.0-Kabel können ein USB-3.0-Endgerät an einen USB-2.0 Host anschließen
  • USB-3.0-Kabel können kein USB-2.0-Endgerät an einen USB-2.0-Host anschließen
  • USB-3.0-Kabel können kein USB-2.0-Endgerät an einen USB-3.0-Host anschließen
  • USB-2.0-Kabel können ein USB-2.0-Endgerät an einem USB-3.0-Host anschließen
  • USB-2.0-Kabel können kein USB-3.0-Endgerät an einem USB-3.0-Host anschließen
  • USB-2.0-Kabel können kein USB-3.0-Endgerät an einem USB-2.0-Host anschließen

USB 3.1 Standard und die neuen USB Typ-C Stecker

Kompatibilitäts-, Kabel- und Stecker-Puzzle – Nun soll der USB-Standard 3.1 für ein klares Bild sorgen. Mit der Änderung von USB 3.0 auf USB 3.1 wird beim neuen USB-Standard auch ein neues Verbindungskabel eingeführt: Der Steckertyp C ersetzt den alten Standard Typ A und kann gleichzeitig auch noch beidseitig eingesteckt werden. Ebenso bietet er eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit. Mithilfe eines USB-Hubs können mit dem Steckertyp A arbeitende USB 2.0-Geräte auch an USB-3.1-Anschlüssen mit dem Steckertyp C und umgekehrt genutzt werden. Jedoch kommt es beim Anschluss von USB 3.0- und 3.1-Geräten an USB 2.0-Ports zu Problemen in der Energiezufuhr, da USB 3.0 eine Anhebung der Stromstärke von 500 mA auf 900 mA erfolgte. Der männliche USB-C-Stecker ist zudem deutlich kleiner als sein Typ A-Vorgänger. Seine Haltbarkeit wird mit mehr als 10.000 Steckvorgängen angegeben.

USB C vs. USB A Eingänge am Beispiel Apple USB-C-Digital-AV-Multiport-Adapter

USB C Stecker vs. USB A Stecker

Hersteller Apple ersetzt die Thunderbolt-Schnittstelle mit USB Typ-C

Der gemeinsam von Apple und Intel entwickelte Thunderbolt-Anschluss, der überwiegend in Apple Macs Verwendung fand, wurde 2015 durch einen Typ C Steckplatz mit USB 3.1 ersetzt. Mit dieser Schnittstelle ist es ebenfalls möglich, Bildschirme anzuschließen. Bildschirmauflösungen bis 5k stellen für den Stecker keine Probleme dar. Es ist noch nicht klar, ob sich der Steckertyp C mit USB-Standard 3.1 in Europa tatsächlich zum Standardladekabel durchsetzen wird. Denn bereits im März 2014 erfolgte die Verabschiedung eines Gesetzentwurfes vom Europäischen Parlament, das ab 2017 für Mobilgeräte ein Standardladekabel vorsieht. Bis dahin ist die Vereinbarung einheitlicher Ladekabelstandards freiwillig – hier zogen sämtliche Hersteller mit, bis auf Apple, das sich als einziges Unternehmen mit dem Lightning-Kabel an keinen Standard orientiert und ein eigenes Süppchen kocht. An sich hat der USB-Typ C Stecker mit USB 3.1 eine gute Chance, sich als neuer Standard durchzusetzen, denn der kleinere Stecker erlaubt schmalere Anschlüsse an den Geräten und die Übertragungsgeschwindigkeit wurde deutlich verbessert. Außerdem reduziert der Stecker Typ C das USB-Kabel-Wirrwarr, da er nicht nur aufgrund seiner Verbindungsgeschwindigkeit, sondern auch mit einer Stromstärke von 900 mAh alle USB-Steckertypen der Vergangenheit ersetzen könnte.